Goethe-Contest

Dr. House-Rätseln, Blickdiagnosen buzzern, praktische Aufgaben und MC-Fragen erwarten dich beim Goethe-Contest in Frankfurt (ehem. Benjamin-Franklin-Contest in Berlin), der jedes Jahr im Frühsommer mit Medizinstudenten aus dem deutschsprachigen Raum stattfindet. Jede Fakultät kann ein Team aus fünf Studenten (und vielen Fans!) zu dem Wettbewerb schicken, in dem es um schnelles Reagieren und Lösen von kuriosen Fällen geht.

Aktuelles

Infos

Veranstalter Goethe Universität Frankfurt am Main, Fachbereich Medizin
Veranstaltungsort Frankfurt a.M.
nächster Termin 12. und 13. Juni 2014
Ablauf Am ersten Wettkampftag erfolgen zwei Qualifikationsrunden zwischen den ca. 10 sich bewerbenden Fakultäten, anschließend geselliges Kennenlernen. Am folgenden Tag findet das Finale des Contests zwischen 7 teilnehmenden Fakultäten statt und am Abend gibt's Party und die Preise.
Mitmachen dürfen Studenten im fortgeschrittenen klinischen Semestern, die noch nicht im PJ sind. Bei Interesse bitte beim Mannheimer Team melden!
Disziplinen
  • Blickdiagnosen buzzern
  • Fälle lösen
  • MC-Fragen
  • Praktische Aufgaben
Kontakt (Material, Fragen)

Prof. Dr. Johannes Schulze

offizielle Infoseite

weitere Infos

Der Goethe-Contest 2014 findet am 12. und 13. Juni 2014 statt.

Mannheim konnte in den letzten beiden Jahren jeweils den dritten Platz belegen.

Wer Interesse an der Teilnahme nächstes Jahr hat, kann sich beim Mannheimer Vorbereitungsteam melden.

Wir haben einen Film der ersten Vorstellung des Contests gemacht, in dem wir auch Buzzern und Fälle lösen lassen. Zum Anschauen braucht man einen Account hier auf Moodle (nur für mannheimer Medizinstudierende).

Frühere Contests

Bilder aus der Berliner Zeit

Disziplinen

Fälle lösen

Welche Untersuchung bringt einen am schnellsten zur Diagnose von Morbus Ormond? Bringt einen eine Mittelhirnbiopsie bei Parkinsonsymptomen weiter? Hier wird ein Fall präsentiert und jedes Team wählt reihum eine Untersuchung, zu der die Ergebnisse allen bekannt gegeben werden. Danach darf das Team lösen oder weitergeben.

Blickdiagnosen

Jedes Team hat einen Buzzer, wer zuerst drückt darf eine Diagnose abgeben. Es gibt schwere und sehr einfache Bilder, die Zeit ist entscheidend. Wie lange brauchst du für die Diagnose dieses Bildes?

Cleidocraniale Dysostosis, (R) learningradiology.com

Ok, was haben wir, ein Röntgenthorax ... die Lunge sieht soweit gut aus ... aha, aber die Clavicel fehlen. Bei welcher Krankheit kommt das vor? Hättest du's gewusst? Zwischendurch gibt's aber auch einfach mal einen Bedsidetest oder eine Mastoiditis, bei denen es auf's schnelle Buzzern ankommt.

MC-Fragen

Auswahl einer MC-Frage à la Jeopardy, wieviele Punkte will man riskieren? Die Themen sind aus den Studienjahren 1 bis 6, die Fragen bringen 30 bis 100 Punkte bei richtiger Antwort, sonst die Hälfte davon Abzug. Kennt man ja aus den Prüfungen, nur schaut einem hier der ganze Saal zu.

Praktische Aufgaben

Wieviele Rückstichnähte nach Donati bekommst du in zwei Minuten hin? Wird der Urinkatheter richtig gelegt? Wie geht das nochmal mit dem Augenhintergrundspiegeln? Funktioniert die Teamabsprache und die Notfallversorgung? Welches Team bekommt die Aufgaben unter Zeitdruck am saubersten hin?

Mitmachen

Wenn du Lust hast mitzumachen, melde dich bei der Fachschaft. Das Team vom letzten Mal hilft bei der Vorbereitung, wir haben auch hochmotivierte Dozenten, die dem nächsten Team nochmal ein Intensivtraining verpassen. Das ganze ist natürlich auch eine gute Vorbereitung auf das PJ bzw. das HEx.

Bericht vom Goethe-Contest 2012

Beim Goethe-Contest geht es nicht um Literatur. Hier treten medizinische Fakultäten gegeneinander an und messen sich in verschiedenen Kategorien. Es geht darum, möglichst schnell Blickdiagnosen anhand eines Bildes zu stellen, nicht ganz alltägliche Fälle zu lösen, in praktischen Aufgaben zu überzeugen, aber auch die altbekannten MC-Fragen vom 1. bis 6. Studienjahr zu lösen.

PreparationsDer Goethe-Contest fand Ende Juni an der Frankfurter Goethe-Universität statt. Kurzfristiger Entschluss der Mannheimer Fachschaft: Wir machen mit! Trotz Uni, Doktorarbeiten, FLNs fanden sich fünf begeisterte Studenten aus dem 10. Semester und mit Dr. Adam aus der Pädiatrie auch ein sehr motivierter und engagierter Teambetreuer!

Die Vorbereitungsphase war denkbar knapp. Zwei Wochen lang bekamen wir jeweils ein intensives „Briefing“ in Dermatologie, Radiologie, HNO und Neurologie und übten selbstständig die Fälle der letzten Jahre. Dabei mussten wir unser gewohntes Vorgehen mit Stufendiagnostik öfter mal über Bord werfen. Mitunter, so mussten wir feststellen, macht man doch besser gleich eine Bildgebung oder Biopsie und hält sich nicht lang mit einer körperlichen Untersuchung auf, wenn man möglichst schnell die Diagnose sichern will.

Hoch motiviert, einigermaßen vorbereitet, aber ohne allzu große Erwartungen fuhren wir schließ- lich nach Frankfurt. Hier ging es in der Vorrunde zu- nächst gegen die Teams aus Homburg, Mainz und Marburg. Eine professionelle Buzzer-Anlage, Zuschauer und Fans unterstützten die „Wettkampfatmosphäre“. Nach den ersten erfolgreichen Runden „Blickdiagnosen“ und zwei gelösten Fällen (von ins- gesamt drei) wurde deutlich: Wir können durchaus mithalten! Und nach über drei Stunden Wettkampf konnten wir mit über 300 Punkten Vorsprung sogar deutlich gewinnen!

Beschwingt von diesem Ergebnis starteten wir anderntags in die Endrunde, diesmal gegen die Mannschaften aus Frankfurt, Homburg, Mainz, München und Tübingen. Das war dann schon eine andere Hausnummer. Die Aufgaben erschienen uns schwieriger, wir waren nach einer unruhigen Nacht in unserem Offenbacher Quartier nicht ganz so fit, und die anderen Teams waren wesentlich stärker als die der ersten Runde. Außerdem wurde schnell klar, dass sich das monatelange Training der Frankfurter Heimmannschaft auszahlte. Schließlich konnten wir aber sicher den dritten Platz behaupten. Fast hätten wir sogar noch die Mainzer auf dem 2. Platz eingeholt...

Aber wir waren mehr als zufrieden: Unsere eigene Erwartungen haben wir mehr als übertroffen! Richtige Chancen hatten wir uns bei dieser ersten Teilnahme und ob der kurzen Vorbereitung ja eigentlich gar nicht ausgemalt – und nun so ein Ergebnis! Da hat der ganze Contest gleich noch einmal so viel Spaß gemacht!

Regeln und genaue Beschreibung des Wettkampfs

siehe auch offizielle Seite für aktuelle Infos

Was ist der Goethe Contest eigentlich?

Der Goethe Contest ist ein nationaler Mediziner-Wettbewerb, der offiziell erstmals am 21.07 (Vorrunde) und 22.07.2012 (Endrunde) im Hörsaal 22-1 am Campus Niederad (Uniklinik) der Goethe Universität Frankfurt ausgetragen wurde.

Der Goethe Contest hat seine Wurzeln im Benjamin Franklin Contest der Charité in Berlin, der jedoch ab 2011 eingestellt wurde und an dem Frankfurter Teams in den letzten Jahren mit guten Erfolgen teilnehmen konnten.
Der Übergang des Contest von der Spree an den Main wurde dabei vor allem von Prof. Schulze organisiert.

Im Contest selbst treten jeweils Teams aus 5 Stundenten vor allem aus dem 8. Fachsemester in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an.
Diese sind (nach den Regeln des Contest 2012):

  • Erkennen von typischen Bildern oder Bildkonstellationen ("Blickdiagnosen").
  • Das Bearbeiten und Lösen von klinischen Fallstudien
  • Multiple Choice Fragen aus dem IMPP-Fundus für das erste und zweite Staatsexamen
  • ein bis zwei Praktische Aufgaben

Die Regeln sind dabei wie folgt (Contest 2012):

Alle Teams starten mit einem Ausgangs-Punktestand von 500 Punkten.

Blickdiagnosen

Das Team, dass meint, eine Diagnose stellen zu können schlägt auf den Buzzer, worauf das Bild verschwindet und eine Diagnose gestellt werden muss. Ist die diagnose Falsch (der Moderator sagt "Nein"), erscheint das Bild sofort wieder und andere Teams dürfen sofort den Buzzer schlagen.
Für die richtige Diagnose gibt es 30 Punkte und eine falsche Diagnose bedeutet 15 Punkte abzug.
Pro Durchlauf gibt es 10 Bilder.

Fallstudien

Eine Kasuistik wird präsentiert und die Teams dürfen reihum Diagnostik anfordern, wobei die Ergebnisse für alle Teams sichtbar sind.
Das Team, das die letzte Diagnostik angefordert hat, darf nach Einblendung der Ergebnisse entweder lösen oder weitergeben. Andere Teams dürfen jederzeit zwischenbuzzern und müssen dann eine Diagnose angeben, falls das letzte Team weitergibt.
Für eine korrekte Diagnose erhält man 250 Punkte gutgeschrieben und Fehldiagnosen kosten 125 Punkte.
Weiterhin gibt es einen festen Preis für alle angeforderte Diagnostik, die von den Punktekonten der anfordernden Teams abgezogen werden.
Pro Durchlauf gibt es eine Fallstudie

Multiple Choice Fragen

Die Fragen für den Contest stammen aus dem Fundus des IMPP für das erste und zweite Staatsexamen und sind nach Jahren und Punkten ähnlich wie bei der Show Jeopardy nach Studienjahr und Punkten angeordnet.
Pro Jahr gibt es 8 Fragen von 30-100 Punkten, die sich wie folgt auf die Fächer verteilen:

1. Jahr: Chemie, Phyisk, Biologie, Anatomie
2. Jahr: Phyisologie und Biochemie
3. Jahr: Pharmakologie, Mikrobiologie, Pathologie
4. Jahr: Innere und Chirurgie
5. Jahr: Pychiatrie, Querschnittsbereiche und klinische Pathologie
6. Jahr: Impfen, Gesundheitswesen, Sozial- und Umweltmedizin

Hier suchen sich die Teams reihum Fragen aus, die sie lösen wollen, und die dann für andere Teams und in den folgenden Runden nicht mehr zur Verfügung stehen.
Bei einer richtigen Antwort werdern die ausgewählten Punkte gutgeschrieben. Im Falle eine falschen Antwort wird die Hälfte der Punkte abgezogen.
Pro Durchgang muss jedes Team eine MC-Frage beantworten.

Praktische Aufgabe

Zu Beginn des Praktischen Teils werden alle Teams aus dem Hörsaal geschickt, um dann nacheinander die Aufgaben vorgestellt zu bekommen und zu lösen.
Dies können prinzipiell alle möglichen Aufgaben aus der Klink sein, die Studenten zuzumuten sind.
Der Modus der Punkteverteilung wird für jede praktische Aufgabe individuell im Vornherein festgelegt.
Pro Vorrunde gab es 2012 eine praktische Aufgabe. Für das Finale waren zwei praktische Aufgaben vorgesehen, von denen eine jedoch aus Zeitgründen nicht mehr durchgeführt wurde, da sie die Reihenfolge der Platzierungen nicht mehr bedeutend verändert hätte.

Ablauf des Contest

In den Vorrunden gab es jeweils vier Durchläufe, die aus 10 Bildern, einer Fallstudie und einer MC-Frage für jedes Team bestand. Nach der Hälfte wurde die praktische Aufgabe gelöst.
In der Hauptrunde gab es insgesamt 5 Durchläufe, bei denen die praktischen Aufgaben nach dem zweiten und vierten Durchlauf eingefügt wurden.

In der Endrunde treten dabei 7 Teams gegeneinander an. Melden sich mehr als 7 Teams für den Contest an, so wird über die Finalteilnehmer durch Vorentscheids-Runden entschieden.
Der Gastgeber und der Titelverteidiger genießen dabei von Vornherein ein Startrecht im Finale und müssen sich nicht in den Vorrunden qualifizieren.

Eingeladen sind Teams aus allen medizinischen Fakultäten im deutschsprachigen Raum.

Zuletzt geändert: Donnerstag, 30. Januar 2014, 21:16